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Philipp Kutter tritt 2026 als Stadtpräsident zurück

7. Juli 2025 – Philipp Kutter, unser langjähriger Stadtpräsident, hat entschieden, bei den kommunalen Wahlen im April 2026 nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten. Damit endet in Wädenswil eine politische Ära.

Seit 2010 steht Kutter an der Spitze des Stadtrats, dem er seit 2006 angehört. Sein oberstes Ziel war es immer und ist es bis heute, dass Wädenswil eine Stadt ist mit hoher Lebensqualität. Eine lebendige und vielseitige Stadt mit gutem Zusammenhalt, eine Stadt mit eigener Identität, die mutig die Herausforderungen der Zukunft anpackt.

Besonders wichtig war und ist ihm der direkte Austausch mit den Menschen. Sei dies in seiner monatlichen Sprechstunde oder an den unzähligen Anlässen, die er besuchte. Damit drückte er seine Wertschätzung denen gegenüber aus, die sich in Wädenswil engagieren.«Ich empfinde es als grosses Privileg, Stadtpräsident von Wädenswil zu sein», sagt Kutter. «Es ist eine wunderschöne Aufgabe, die ich bis heute mit viel Freude ausübe. Und ich weiss jetzt schon: Ich werde es vermissen. Aber nach 16 Jahren ist der Moment gekommen, den Stab weiterzugeben.»

In Kutters Amtszeit wurde die Infrastruktur stetig erneuert, die bauliche Entwicklung gezielt gesteuert und die Ortszentrum-Aufwertung mit zwei Gestaltungsplänen (Coop, Gerbeplatz) auf den Weg gebracht. Die Fusion mit Hütten und Schönenberg, die Stärkung von Wädenswil als Wirtschaftsstandort, der Ausbau der Digitalisierung sowie die Weichenstellung in Energie- und Klimafragen prägen diese Ära. Heute zählt Wädenswil laut Rankings zu den attraktivsten Städten der Schweiz.

«Das war immer Teamarbeit», betont Kutter. Und doch sind gewisse Projekte untrennbar mit ihm verbunden:

  • Das «Seegüetli» (auch bekannt als Kutter-Wiesli), ein Areal am See, das die Stadt dank Kutters persönlichem Einsatz erwerben konnte.
  • Der Gewerbepark «Werkstadt Zürisee», mit dem Wädenswil erstmals seit Jahrzehnten wieder Firmen ansiedeln konnte.
  • Die Stärkung des Bildungsstandorts und die Ansiedlung der Kantonsschule Zimmerberg.
  • Die Realisierung der Kulturgarage.
  • Die Schaffung der Dienststelle Soziokultur, in der alle Gesellschaftsdienste von Jugend- bis Seniorenarbeit zusammengeführt wurden.

«Vieles ist gelungen. Aber es gab auch herausfordernde Zeiten», erinnert sich Kutter – etwa während der Pandemie oder in der zweiten Hälfte der 2010er Jahre, als der Spardruck gross war. «Wir haben sie gemeinsam gut gemeistert.» Nur etwas wurmt ihn: «Dass die Aufwertung des Stadtzentrums wegen Einsprachen nicht bereits weiter vorangeschritten ist. Unser Zentrum braucht dringend frische Impulse.»

Die Mitte will den Sitz verteidigen

Die Mitte Wädenswil dankt Philipp Kutter für sein aussergewöhnliches Engagement. Parteipräsident Lukas Wiederkehr sagt: «Mich hat immer beeindruckt, wie engagiert Philipp sein Amt ausübte – und wie nah er den Menschen war.» Die Partei bereitet derzeit seine Nachfolge vor. «Wir treten auf alle Fälle an und wollen den Sitz im Stadtrat verteidigen», so Wiederkehr. Die Mitte sei im Gespräch mit mehreren geeigneten Persönlichkeiten. Die Entscheidung fällt voraussichtlich nach den Sommerferien.

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