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Mehr Lebensqualität muss nicht teuer sein

Erfolg für «Die Mitte Wädenswil»: Die Nachtspitex bleibt den Wädenswilerinnen und Wädenswilern dank ihrem Postulat erhalten. Ausserdem läuft die Unterschriftensammlung für ihre Initiative für günstigen Wohnraum gut. Im Auge behält «Die Mitte» die Geschehnisse rund um die Frohmatt, wo die Staatsanwaltschaft wegen vermuteter ungetreuer Geschäftsbesorgung des inzwischen entlassenen Geschäftsführers ermittelt.

Die Mitte Wädenswil setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, dass Jung und Alt in Wädenswil bezahlbaren Wohnraum finden. Eine Volksinitiative der Mitte wurde 2014 klar angenommen. Weil seither zu wenig geschehen ist, hat die Mitte erneut eine Volksinitiative lanciert, diesmal für ein «Mehrgenerationenhaus». Viele Menschen unterstützen die Idee, bezahlbaren Wohnraum für alle Generationen zu schaffen, ohne die Stadtkasse zu belasten.

Richtig, die Idee ist auch günstig. Die Stadt müsste eine Genossenschaft finden und einen angemessenen Baurechtszins festlegen. Es winken also sogar zusätzliche Einnahmen, auch wenn das nicht der Hauptzweck der Übung ist.

Eine Gruppe findet die Idee erstaunlicherweise nicht gut: Die SP. Sie schreibt in ihrem Parteiblatt dagegen an. Warum wird nicht klar. Vermutlich wurmt es sie, dass es nicht ihr Vorschlag ist. Sie würde sich auch lieber für ein Anliegen einsetzen, das viele Menschen beschäftigt (bezahlbaren Wohnraum) statt wenige (teure Passerelle).

Nachtspitex wird weitergeführt

Nicht jede Massnahme kostet viel, das zeigt auch das Beispiel Nachtspitex. Die Mitte forderte mit einem Postulat ihre Weiterführung, nachdem der Stadtrat diesen Service gestoppt hatte.

Joël Utiger, Co-Präsident der Mitte Wädenswil, weiss als angehender Dipl. Pflegefachmann, wie hilfreich die Nachtspitex ist. «Dank ihr können Menschen länger selbständig leben. Ohne sie müssen sie früher in ein Pflegeheim eintreten, was nicht nur ein einschneidender Schritt ist für die Betroffenen, sondern in der Regel auch teurer.» Dazu ein imposanter Vergleich: Die Stadt zahlt an die stationäre Pflege ihrer Einwohnerinnen und Einwohner jährlich Beiträge von über 5 Mio. Franken, Tendenz steigend. Die Nachtspitex kostet 25’000 Franken pro Jahr. Die Argumente der Mitte waren offensichtlich gut. Der Stadtrat ist eingeschwenkt. Die Nachtspitex bleibt.

Fragen zum «Fall Frohmatt»

Mit Sorge verfolgt die Mitte die Vorkommnisse im städtischen Alterszentrum Frohmatt, wo der Geschäftsführer entlassen wurde. Hintergrund ist eine laufende Untersuchung der Staatsanwaltschaft wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Untersuchung betrifft zwar ein Nebenamt des Geschäftsführers, trotzdem ist die Vermutung naheliegend, dass auch die Frohmatt geschädigt wurde. Für die Mitte-Fraktion ist es eine zentrale Aufgabe des Stadtrates, seine Abteilungen zu beaufsichtigen. Deshalb hat sie eine Interpellation eingereicht mit Fragen zum Fall. Danach wird man auch diskutieren müssen, ob der Gemeinderat selbst aktiv werden soll mit einer Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK).

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